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Um seine Macht zu stärken, führte
Thutmosis I. bis nach Asien
hinein Eroberungskriege. Seinen Erfolg verdankte er jedoch seiner
Frau Ahmes und deren Tochter Hatschepsut, die zum Dank dafür
mitregierten, bzw. die Nachfolge in der Herrschaft antreten
durften, obwohl zu dieser Zeit ausschließlich Männer für das
Amt des Pharao vorgesehen waren. Als
erste Pharaonin von Ägypten wurde Hatschepsut zunächst wie ein
Mann ausgebildet. Deshalb ist sie auf vielen bildlichen Zeugnissen
auch wie ein Mann dargestellt. Nach der üblichen Sitte heiratete
sie den Sohn von Thutmosis I., also ihren Halbbruder Thutmosis II,
der jedoch bald starb. Dieser hatte wiederum einen Sohn mit
einer Nebenfrau aus nicht königlicher Abstammung: Thutmosis III. Hatschepsut,
die durch ihren Stiefvater als Regentin eingesetzt worden war,
regierte 20 Jahre als Vormund für ihren Stiefsohn Thutmosis III.
über Ägypten. Während dieser Zeit bescherte ihre Politik dem
Land Frieden und Wohlstand. Hatschepsut förderte die
Wissenschaften, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Nachbarn
und die Kunst. So beauftragte sie zum Beispiel ihren Kanzler
Senenmut, den Tempel von Deir-el-Bahri in Theben zu erbauen. Dieser
großzügig konzipierte Terrassentempel, der sich harmonisch in
die ihn umgebenden Felsen einfügt, ist dem Gott Amun (Amon/
Ammon) gewidmet. Die oberen Säulengänge des Tempels sind mit
farbigen Reliefs verziert, deren Motive vom Leben Hatschepsuts
erzählen. Die Pharaonin wurde mit umgebundenen Bart dargestellt,
dem Symbol der königlichen Würde, welcher immer dann angelegt
werden musste, wenn Hatschepsut sich in der Öffentlichkeit
zeigte. Schließlich gelang
es Thutmosis III., vermutlich durch lang gesponnene Intrigen am
Hof, die Macht zu übernehmen. Der Tod Hatschepsuts ist nicht
vollständig geklärt. Zum einen wird vermutet, dass Thutmosis
III. sie ermorden ließ - zum anderen, dass er sie zwang, sich
selbst zu vergiften. Sie starb jedenfalls nicht eines natürlichen
Todes. Aus unbändigem Hass
heraus ließ Thutmosis III. alle Abbildungen von
Hatschepsut zerstören. Man behauptete sogar, dass er ihre Mumie
vernichten ließ.
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